Mondfinsternis am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 findet um 14.27 h MEZ ein sehr mächtiger Vollmond und eine totale Mondfinsternis auf 11 ° Löwe statt. Die Eklipse ist in Australien, Neuseeland, Südostasien, Alaska, Hawaii und im Nordwesten Kanadas zu sehen.

Es ist ein sogenannter Blue Moon, wie er im Englischen so poetisch genannt wird.  Der Ausdruck bezieht sich auf den zweiten Vollmond in einem Monat. Dieses himmlische Phänomen  ist immer dann zu beobachten, wenn der Vollmond ganz am Anfang des Monats stattfindet und somit ein zweiter am Ende des gleichen Monats folgt. Alle paar Jahre wieder… once in a blue moon.

Am Mittwochabend wird der Mond direkt hinter der Erde vorbeiziehen und in ihrem Schatten verschwinden. Diesen Schatten nennen die Astrologen den Nordknoten, einen karmischen Kraftpunkt, der die evolutionäre Richtung der Seele in diesem Leben symbolisiert.

Die Finsternisse treten auf, wenn die Sonne oder der Mond mit dem Nordknoten oder dem Südknoten ausgerichtet sind, die nichts anderes sind als die Orbitalknoten des Mondes. Da diese Ausrichtung nur in der Neumond- und Vollmondphase stattfindet, können wir entweder eine Sonnenfinsternis in der Neumondphase oder eine Mondfinsternis in der Vollmondphase haben. Das heißt, es gibt 4 Arten von Finsternissen: Südknoten-Sonnenfinsternisse, Südknoten-Mondfinsternisse, Nordknoten-Sonnenfinsternisse und Nordknoten-Mondfinsternisse.

Die Mondfinsternis am 31. Januar 2018 ist eine Nordknoten-Mondfinsternis. Es geht also um das weibliche Prinzip (den Mond) und um die Zukunft (Nordknoten). Während die Südknotenfinsternisse die Befreiung und das Loslassen der Vergangenheit symbolisieren, geht es bei Nordknotenfinsternissen um Anpassungen an neue Umstände. Der Mondfinsternis-Mond steht im königlichen Zeichen des Löwen, ein Zeichen, das mit dem stolzen Ausdruck des Selbst verbunden ist. Das Löwe-Haus in unserem Radix ist da, wo wir König oder Königin sind. Ist da, wo unsere Selbstliebe ist, wo wir vom Herzen leben. Daher geht es bei der Mondfinsternis im Löwen darum, neue Möglichkeiten für das Wachstum unserer inneren Bedürfnisse (Mond) zu entwickeln, den Mut zu haben, sie in den Ausdruck zu bringen (Löwe).

Aber eine Mondfinsternis ist viel mehr als ein Vollmond, was es ein wenig komplizierter macht. Wenn wir nur Vollmond haben, haben wir die Möglichkeit zu wählen. Nehmen wir ein Beispiel für einen regulären Vollmond im Löwen. Sagen wir, es ist Vollmond in Löwe und wir sind auf einer Party. Wenn Menschen auf die Bühne gehen und ihre persönlichen Geschichten erzählen, fühlen wir uns inspiriert. Wir verstehen, wie es ist, von Herzen zu leben und sich ohne Angst auszudrücken. Aber wenn wie jetzt der  Vollmond auch eine Mondfinsternis ist, haben wir keine andere Wahl, als selbst auf die Bühne zu gehen.
Vielleicht sind wir schüchtern, vielleicht haben wir Angst davor, öffentlich zu sprechen oder unser Inneres nach außen zu kehren. Trotzdem wäre dies aus evolutionärer Sicht jetzt der Zeitpunkt dazu. Wenn du das Neue umarmst, wenn du bereit bist, in Richtung Nordknoten zu gehen, dann kann dies eine sehr lohnende zu tiefst befriedigende  Erfahrung werden. Aber wenn wir den Schritt nicht wagen, kann es eine ziemlich dramatische Erfahrung werden.

Mondfinsternisse sind eine gute Zeit, sich nach innen zu wenden. Der Mond regiert die Emotionen. Wie gehe ich mit meinen Emotionen um? Anerkenne ich sie oder beherrschen sie mich?
Der Mondfinsternis gegenüber steht Venus, die sich gerade auf der anderen Seite der Sonne befindet, nahe dem Südknoten. Die Venus ist das andere weibliche Prinzip. Das Prinzip des Begehrens, der Wunsch nach Leidenschaft und Verführung, nach Anerkennung und lässt sich nicht leicht mit dem Bedürfnis nach emotionaler Geborgenheit und Vertrautheit (Mond) vereinbaren.

Sich lieben zu lernen und sich anzunehmen wie man ist (Mond), ist eine Möglichkeit, mit Mond-Venus Aspekten umzugehen. Dadurch entwickelst du auch immer mehr Zuneigung und Liebe für andere Menschen. Du lernst deine weibliche Seite annehmen und sie nicht mehr als Schwäche zu empfinden, sondern erlebst Hingabe und Fürsorglichkeit als Stärke.

Die Mondfinsternis am 31. Januar steht sehr im Zeichen der weiblichen Planeten, denn auch Neptun macht ein Quincunx zum nördlichen Mondknoten, was für Verunsicherung, aber im besten Fall auch für Intuition sorgen kann auf der Bühne des Lebens. Dieser Mond hat es nicht einfach, sich zu trauen. Die Venus-Sonne Konjunktion am südlichen MK im Wassermann könnte für eine Gruppendynamik stehen, von der du dicht leicht unter Druck gesetzt fühlst. Die Gefahr ist, mit dem Strom zu schwimmen, den akzeptierten Trends zu folgen, um akzeptiert, geliebt zu werden. Diese Verführung ist groß. Und den Herzensweg zu gehen braucht Mut und könnten deine empfindlichste Seite ins Rampenlicht bringen (Chiron Anderthalbquadrat Mond). Aber gerade das Zeigen deiner verletzlichen Seite macht dich menschlicher und authentischer.

Mondfinsternisse stehen nicht für sich alleine. Sie stellen einen Höhepunkt in einem Zyklus dar. Sie sind höchster Ausdruck, Erntezeit, um danach abzuklingen und Platz zu schaffen für einen neuen Zyklus. Und der beginnt mit der folgenden Sonnenfinsternis.
Die Mondfinsternis ist nicht nur Kumulation des gegenwärtigen Mond-Zyklus. Sie ist auch  Höhepunkt der vorangegangenen Sonnenfinsternis vom 21. August 2017. Sie bringt die Geschehnisse der letzten 6 Monate zu einer Lösung oder Auflösung. Mit der folgenden Sonnenfinsternis am 15. Februar 2018 formt sich ein neuer Bewusstseinsprozess, der unsere Aufmerksamkeit persönlich wie auch kollektiv auf neue Lebensthemen lenkt. Welchen Lebensbereich es betrifft, kannst du an dem Radixhaus erkennen, in das die Eklipse fällt.

Ein Gedanke zu “Mondfinsternis am 31. Januar 2018”

Hinterlasse einen Kommentar