Die Sterne im Februar 2018

Bei der Vorbereitung zu diesem Eintrag fiel mir auf, dass sehr herausfordernde Aspekte fehlten. In den letzten 10 Jahren waren Dauerkrisen angesagt – enorme Umwälzungen, Spannungen, Druck zur Veränderung und ebenso ein riesiges Potential zur Bewusstseinserweiterung. Eure Erfahrungen kenne ich nicht, aber ich kenne niemanden in meinem persönlichen und beruflichen Umfeld, der nicht auf eine tiefe Art berührt worden ist. Die Welt steckt mitten drin in einem enormen Wandel.

Nicht seit den 60iger Jahren, dass die Gesellschaft hier im Westen, ja die ganze Welt, durch eine so starke Umbruchsphase gegangen ist. Die Astro-Experten unter euch wissen, dass ich von der wichtigen Uranus-Pluto-Konjunktion von 1966 auf Mitte Jungfrau spreche, welche im Kollektiv die Werte hervorgebracht hat, die für uns heute so selbstverständlich sind, als wären sie schon immer dagewesen. Denken wir an das aufkommende Umweltbewusstsein (Greenpeace), die biologische Landwirtschaft – aber auch das Gegenstück dazu – die Automatisierung in der Landwirtschaft und deren Einsatz von Pestiziden. Es war auch die Zeit der Hippie-Bewegung, des politischen Aktivismus,  der Beginn eines neuen Körperbewusstseins (Fitnesswelle) und der Algorithmen, die für immer mehr Effizienz in Prozessabläufen sorgen.

Die letzten 5 Jahre erlebte die Welt das erste Quadrat des Pluto-Uranus-Gespanns. In der zyklischen Astrologie ist dies eine sehr kritische und äußerst wichtige Zeit, und sie entspricht dem aufsteigenden Viertelmond. Es ist die Auseinandersetzung mit der Außenwelt.
Sieht man die Konjunktion als Saatzeit und setzen sie ins 4. Haus, verstehen wir gut, warum das aufsteigende Quadrat eine große Herausforderung darstellt. Sie fällt nämlich ins 7. Haus. Was sich unbewusst, ja organisch entwickelt hat von der Konjunktion bis zum Quadrat, drängt jetzt ans Licht, ja, es entsteht ein Bewusstsein für das, was sich im Verborgenen überhaupt entwickelt hat. (Es gibt natürlich immer Seelen die ihrer Zeit weit voraus sind, die Kassandras, aber die werden nicht gehört, bis das Kollektiv diesen Prozess der Erkenntnis durchlaufen hat, und dies geschieht mit dem aufsteigenden Quadrat.)
Die Auswirkungen dieser kollektiven Bewegung aus den 60iger Jahren werden nun sichtbar (im Positiven wie im Negativen). Die Konsequenzen unserer heutigen Reaktion und unsere Entscheidungen darauf werden uns viele Jahre beschäftigen.

Eine harte Aspektierung zwischen Pluto und Uranus findet ungefähr alle 50 Jahre statt. Also nur einmal während eines Menschenlebens. Kein Wunder verstehen wir die Welt nicht mehr, steht sie doch für eine massive Umwälzung des Zeitgeistes.

Mit Blick auf die gewaltigen inneren und äußeren Veränderungen der vergangen Jahre schaue ich also auf die Februar-2018-Ephemeriden und staune. Astrologische Entspannung. Keine Notfälle im Akkord. Vielleicht etwas Luft zum Atmen und Integrieren. Dies meine Reaktion. Umso interessanter aus astrologischer Sicht, wie sich die beiden Finsternisse am 31. Januar und 15. Februar auswirken werden. Ja, eine gute Zeit, die Wirkung von Eklipsen ohne herausfordernde Aspektierungen durch Langsamläufer zu beobachten.

Ansonsten im Februar:

Der Februar steht auch im Zeichen des abnehmenden Jupiter-Pluto-Sextils zwischen 18-21 Grad Skorpion/Steinbock. Es wurde am 15. Januar 2018 erstmals exakt und bleibt bis Mitte Mai wirksam. Ein Segen. Im Skorpion, dem Tierkreiszeichen des Unterbewussten, geht es Jupiter darum, den verborgenen Schatz an die Oberfläche zu befördern. Jupiter macht alles groß und optimistischer, was er berührt. Alte Themen oder Verhaltensmuster, die uns vielleicht ein Leben lang im Griff hatten, können wir jetzt ans Licht bringen, um sie zu transformieren.  Aber auch konkrete Projekte können jetzt mit Schwung vorangetrieben werden. Eine geschenkte Zeit für uns!

Von einem zulaufenden Jupiter-Chiron-Trigon kommt zusätzliche Unterstützung, alte, verborgene Wunden zu heilen. Gradgenau wird es im Oktober 2018, nachdem das Pluto-Jupiter Sextil im September nochmals exakt geworden ist. Ereignisse und Aktivitäten, die uns seit Januar und bis in den April hinein beschäftigen, werden im Herbst geklärt und verstanden sein.

Februar-Aspekte

FR 3.2. Juno Kj. Venus
SA 4.2. Merkur Sextil Mars – Sonne Kj. südl. MK – Venus Quadrat Jupiter
MO 6.2. Vesta Kj. Antares
DO 8.2. – DI 20.2. alle Planeten und Lichter reihen sich innerhalb von 155 Grad hintereinander auf (21 Skorpion bis 25 Widder)
Wassermann und Fische, also Luft- und Wasserelement, sind dadurch während  der Schnellläufer-Wanderung durch die beiden Zeichen stark betont. Bis Mitte Februar steht die schillernde, verstandesorientierte Wassermannenergie im Vordergrund, danach gibt es eine sehr starke Fische-Betonung, da sich auch der Langsamläufer Neptun und der Asteroid Chiron im Zeichen aufhalten.

FR, 9.2. Mond Kj. Mars/Antares/Vesta auf 10 Grad Wassermann im Quadrat zu Neptun –
Merkur Kj. südl. MK

SA 10.2. Lilith osc. Kj. Saturn
Jupiter Halbquadrat Saturn – hochtrabende Vorhaben werden ausgebremst

SO 11.2. Venus > Fische – Sonne Quadrat Jupiter

MO 12.2. Mars Kj. Antares Anderthalbquadrat Uranus
DI 13.2. Merkur Quadrat Jupiter
MI 14.2. Sonne Sextil Uranus
DO 15.2. Sonnenfinstern 27 Wassermann – Kj. Merkur Quadrat Jupiter – Venus Sextil Saturn
SA 17.2. Mars Quadrat Neptun – Mond Kj. Neptun
SO 18.2. Sonne > Fische – Merkur > Fische

MO 19.2. Mars Trigon nördl. MK

MI 21.2. Venus Kj. Neptun – Merkur Sextil Saturn

SO 25.2. Venus Quadrat Mars – Sonne Sextil Saturn

DI 27.2.  Venus Sextil Pluto

MI 28.2. Merkur Quadrat Mars

 

Mondfinsternis am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 findet um 14.27 h MEZ ein sehr mächtiger Vollmond und eine totale Mondfinsternis auf 11 ° Löwe statt. Die Eklipse ist in Australien, Neuseeland, Südostasien, Alaska, Hawaii und im Nordwesten Kanadas zu sehen.

Es ist ein sogenannter Blue Moon, wie er im Englischen so poetisch genannt wird.  Der Ausdruck bezieht sich auf den zweiten Vollmond in einem Monat. Dieses himmlische Phänomen  ist immer dann zu beobachten, wenn der Vollmond ganz am Anfang des Monats stattfindet und somit ein zweiter am Ende des gleichen Monats folgt. Alle paar Jahre wieder… once in a blue moon.

Am Mittwochabend wird der Mond direkt hinter der Erde vorbeiziehen und in ihrem Schatten verschwinden. Diesen Schatten nennen die Astrologen den Nordknoten, einen karmischen Kraftpunkt, der die evolutionäre Richtung der Seele in diesem Leben symbolisiert.

Die Finsternisse treten auf, wenn die Sonne oder der Mond mit dem Nordknoten oder dem Südknoten ausgerichtet sind, die nichts anderes sind als die Orbitalknoten des Mondes. Da diese Ausrichtung nur in der Neumond- und Vollmondphase stattfindet, können wir entweder eine Sonnenfinsternis in der Neumondphase oder eine Mondfinsternis in der Vollmondphase haben. Das heißt, es gibt 4 Arten von Finsternissen: Südknoten-Sonnenfinsternisse, Südknoten-Mondfinsternisse, Nordknoten-Sonnenfinsternisse und Nordknoten-Mondfinsternisse.

Die Mondfinsternis am 31. Januar 2018 ist eine Nordknoten-Mondfinsternis. Es geht also um das weibliche Prinzip (den Mond) und um die Zukunft (Nordknoten). Während die Südknotenfinsternisse die Befreiung und das Loslassen der Vergangenheit symbolisieren, geht es bei Nordknotenfinsternissen um Anpassungen an neue Umstände. Der Mondfinsternis-Mond steht im königlichen Zeichen des Löwen, ein Zeichen, das mit dem stolzen Ausdruck des Selbst verbunden ist. Das Löwe-Haus in unserem Radix ist da, wo wir König oder Königin sind. Ist da, wo unsere Selbstliebe ist, wo wir vom Herzen leben. Daher geht es bei der Mondfinsternis im Löwen darum, neue Möglichkeiten für das Wachstum unserer inneren Bedürfnisse (Mond) zu entwickeln, den Mut zu haben, sie in den Ausdruck zu bringen (Löwe).

Aber eine Mondfinsternis ist viel mehr als ein Vollmond, was es ein wenig komplizierter macht. Wenn wir nur Vollmond haben, haben wir die Möglichkeit zu wählen. Nehmen wir ein Beispiel für einen regulären Vollmond im Löwen. Sagen wir, es ist Vollmond in Löwe und wir sind auf einer Party. Wenn Menschen auf die Bühne gehen und ihre persönlichen Geschichten erzählen, fühlen wir uns inspiriert. Wir verstehen, wie es ist, von Herzen zu leben und sich ohne Angst auszudrücken. Aber wenn wie jetzt der  Vollmond auch eine Mondfinsternis ist, haben wir keine andere Wahl, als selbst auf die Bühne zu gehen.
Vielleicht sind wir schüchtern, vielleicht haben wir Angst davor, öffentlich zu sprechen oder unser Inneres nach außen zu kehren. Trotzdem wäre dies aus evolutionärer Sicht jetzt der Zeitpunkt dazu. Wenn du das Neue umarmst, wenn du bereit bist, in Richtung Nordknoten zu gehen, dann kann dies eine sehr lohnende zu tiefst befriedigende  Erfahrung werden. Aber wenn wir den Schritt nicht wagen, kann es eine ziemlich dramatische Erfahrung werden.

Mondfinsternisse sind eine gute Zeit, sich nach innen zu wenden. Der Mond regiert die Emotionen. Wie gehe ich mit meinen Emotionen um? Anerkenne ich sie oder beherrschen sie mich?
Der Mondfinsternis gegenüber steht Venus, die sich gerade auf der anderen Seite der Sonne befindet, nahe dem Südknoten. Die Venus ist das andere weibliche Prinzip. Das Prinzip des Begehrens, der Wunsch nach Leidenschaft und Verführung, nach Anerkennung und lässt sich nicht leicht mit dem Bedürfnis nach emotionaler Geborgenheit und Vertrautheit (Mond) vereinbaren.

Sich lieben zu lernen und sich anzunehmen wie man ist (Mond), ist eine Möglichkeit, mit Mond-Venus Aspekten umzugehen. Dadurch entwickelst du auch immer mehr Zuneigung und Liebe für andere Menschen. Du lernst deine weibliche Seite annehmen und sie nicht mehr als Schwäche zu empfinden, sondern erlebst Hingabe und Fürsorglichkeit als Stärke.

Die Mondfinsternis am 31. Januar steht sehr im Zeichen der weiblichen Planeten, denn auch Neptun macht ein Quincunx zum nördlichen Mondknoten, was für Verunsicherung, aber im besten Fall auch für Intuition sorgen kann auf der Bühne des Lebens. Dieser Mond hat es nicht einfach, sich zu trauen. Die Venus-Sonne Konjunktion am südlichen MK im Wassermann könnte für eine Gruppendynamik stehen, von der du dicht leicht unter Druck gesetzt fühlst. Die Gefahr ist, mit dem Strom zu schwimmen, den akzeptierten Trends zu folgen, um akzeptiert, geliebt zu werden. Diese Verführung ist groß. Und den Herzensweg zu gehen braucht Mut und könnten deine empfindlichste Seite ins Rampenlicht bringen (Chiron Anderthalbquadrat Mond). Aber gerade das Zeigen deiner verletzlichen Seite macht dich menschlicher und authentischer.

Mondfinsternisse stehen nicht für sich alleine. Sie stellen einen Höhepunkt in einem Zyklus dar. Sie sind höchster Ausdruck, Erntezeit, um danach abzuklingen und Platz zu schaffen für einen neuen Zyklus. Und der beginnt mit der folgenden Sonnenfinsternis.
Die Mondfinsternis ist nicht nur Kumulation des gegenwärtigen Mond-Zyklus. Sie ist auch  Höhepunkt der vorangegangenen Sonnenfinsternis vom 21. August 2017. Sie bringt die Geschehnisse der letzten 6 Monate zu einer Lösung oder Auflösung. Mit der folgenden Sonnenfinsternis am 15. Februar 2018 formt sich ein neuer Bewusstseinsprozess, der unsere Aufmerksamkeit persönlich wie auch kollektiv auf neue Lebensthemen lenkt. Welchen Lebensbereich es betrifft, kannst du an dem Radixhaus erkennen, in das die Eklipse fällt.

Die nächsten zwei Wochen – eine Phase des Übergangs

mysty-river
Die nächsten zwei Wochen stehen im Zeichen des Übergangs. Der absteigende Mondknoten ist in Konjunktion zu Neptun im Fische-Zeichen – jetzt können wir Ausgedientes, Ausgelebtes gehenlassen und Illusionen, an die wir uns festgeklammert hatten, klar erkennen.
Jetzt ist die Zeit, sich aus der Opferrolle zu befreien, tiefsitzenden Schmerz und alte Ängste zu entlassen und schlechte Angewohnheiten hinter sich zu lassen.

Nach diesem verzweifelten Schritt des Loslassens kommt eine neue Dynamik auf. Nach der schwierig zu navigierenden Phase  während des Saturn-Neptun-Quadrats spüren wir nun eine neue Klarheit und Zielorientierung aufkommen.
Das Kardinale Kreuz ist betont mit 3 Langsamläufern und Venus in Steinbock, wenn auch die Veränderlichen Zeichen mit der Mondknoten-Achse in der Jungfrau, Saturn im  Schütze-Zeichen  und Neptun mit Chiron in Fische weiterhin stark betont sind, aber nicht ausschließlich. Dies heißt einfach, dass Neuanfänge, neue Kraft und Mut jetzt vorhanden sind, obwohl Instabilität im Innen und Außen nach wie vor in unserer Welt ein Thema sind.
Bevor ich auf diese neue kraftvolle Dynamik näher eingehen werde, möchte ich noch einmal Neptuns Verbindung zur Mondknoten-Achse genauer betrachten.
Neptun machte am 4. Mai 2008 seine letzte Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten auf 24 Grad Wassermann. Wir sind nun in der Vollmondphase dieses Zyklus. 2008 war der Beginn der Finanzkrise, der Beginn der kardinalen Klimax. Im Gegensatz zum absteigenden Mondknoten, wo es ums Abgeben geht, steht der aufsteigende Mondknoten für Neuanfänge. Mit Neptun in Konjunktion im Wassermann waren damit viel Idealismus und Hoffnung auf eine bessere Welt bis hin zu Fantasien und Eskapismus  im Spiel, aber auch ein Aufbruch in neue spirituelle Dimensionen. Chiron war ebenfalls in Konjunktion mit dem aufsteigenden Mondknoten, was auf schmerzvolle Erfahrungen im Zusammenhang mit einem hoffnungsvollen Aufbruch steht, mit denen wir uns im Verlaufe der letzten 8 Jahre konfrontiert sahen. (Im Kollektiv symbolisierte wohl wie kein anderer als Barack Obama diesen Aufbruch – Die Konjunktion fiel in die  Zeit seines Amtsantritts).
Saturn war gerade in die Jungfrau gewandert und stand am absteigenden Mondknoten. Ein Hinweis auf das Wegbrechen von alten Strukturen und ein Vorbote der Wandlung, die im Verlaufe des Durchgangs von Pluto durch Steinbock im Quadrat zu Uranus im Widder auf uns zukommen würde. Übrigens, Pluto stand auf 0 Grad Steinbock bei der Konjunktion von Neptun und dem aufsteigenden Mondknoten.
Ich empfehle, euch Zeit zu nehmen, um ein Gespür zu entwickeln für diese Zyklen, die in jedem von uns wirken. Ihr könnt euch fragen, in welchem Radix-Haus die Konjunktion bei euch stattgefunden hatte.
Seit 2008 legte die Mondknoten-Achse ca. 165 Grad auf der Ekliptik zurück, Neptun bloß  15 Grad! Stattdessen arbeitete Neptun fast unmerklich in uns. Durchdrang oder unterspülte Situationen. Und erst jetzt  – nach 8 Jahren – erkennen wir die Situation so richtig.
Möchte jemand über seine Erfahrungen mit Neptun durch sein persönliches Radix-Haus berichten? Habt ihr den Eindruck, dass sich in diesem Bereich etwas ganz leise davon geschlichen hat oder unterhöhlt wurde, fast unmerklich, aber ihr nun klar versteht, was sich verändert hat?
Bei mir wanderte Neptun durchs 4. Haus in der genannten Zeit. Ich habe das Gefühl, rückblickend, dass die innere Identität, wer ich war, sich aufgelöst hat und dass etwas Neues im Entstehen ist – mit offenem Ergebnis – eher eine beunruhigende Erfahrung. Die nächsten zwei Wochen – eine Phase des Übergangs weiterlesen